Finnland Schüleraustausch - Landesinfos

Finnland Schüleraustausch - Landesinfos

Finnland

Informationen über ein Land am Ende Europas, das bekannt ist für seine seenreiche Landschaft, seine schweigsame Bevölkerung, die kaum zu erlernende Sprache und das beste PISA Ergebnis.

Finnland liegt im Norden Europas und grenzt an Russland, Norwegen und Schweden.
Es hat eine Fläche von 338.145 km², jedoch wohnen nur ca. 5,1 Millionen in Finnland, so dass durchschnittlich nur 15 Menschen auf einem km² wohnen, während es in Deutschland fast 300 pro km² sind.
Ein Viertel Finnlands liegt überhalb des Polarkreises und die Bevölkerungsdichte liegt dort, ebenso wie in vielen Teilen Ostfinnlands nur bei 0,2 Einwohnern pro km².
Die meisten Menschen leben im südlichen Teil Finnlands, besonders in der Hauptstadt Helsinki oder um Tampere herum, wo die Arbeitsmöglichkeiten gut und die Winternächte nicht so lang wie im nördlichen Lappland sind.
Die Menschen in Lappland leben seit Jahrhunderten von der Elch –und Rentierzucht, vom Fischfang und haben oftmals viele Kilometer Land für sich, bevor sie auf das nächste Haus treffen.
Doch vor allem in den letzten Jahren sind die Lebensmöglichkeiten dort immer schlechter geworden, denn durch die Europäische Union haben die Menschen dort nicht mehr so freie Hand, wie sie es noch vor ein paar Jahren hatten und in der Provinzhauptstadt von Lappland, Rovaniemi, liegt die Arbeitslosenquote heute bei 50%.
Dem Süden geht es jedoch wirtschaftlich gut, denn Finnland ist seit Jahren eins der führenden Technologieländer, was wirtschaftlich neben der Holzverarbeitung mit am wichtigsten ist.

Auf den ersten Blick wirkt die Landschaft in Finnland sehr einheitlich, denn das Land ist bekannt für seine vielen Seen, insgesamt rund 188.000, und die damit verbundene, guterhaltende Natur.
Doch innerhalb der verschiedenen Regionen Finnland gibt es feinere Unterschiede.
Während der Süden meist abfallendes Tiefland ist, mit weitläufiger Natur und viel freiem Land ist, prägen im Osten die Seen die Landschaft.
Besonders die Landschaft der Provinz Karelien, nahe der russischen Grenze gelegen, ist eher hügelig und wasserreich und aufgrund ihrer geringen Einwohnerzahl in vielen Teilen einsam.
Lapplands Natur und Landschaft ist als weitläufig, aber karg bekannt.
In der sogenannte Fjelllandschaft findet man weniger Seen, dafür aber viele reißende Flüsse, hohe Nadelwälder und Fjellberge wirken oftmals wie aufgeschüttet.
Desto weiter man nach Norden, desto näher man dem Eismeer kommt, verschwinden die Bäume und die Landschaft wird karger.
Die schönste Jahreszeit in Lappland soll der Herbst sein, wenn die Bäume in alle erdenklichen Farben leuchten und der eisige Winter, der oft Temperaturen von minus 40-50°C bereithält, eintrifft.
Doch auch wenn man von Finnland aufgrund der nördlichen Lage eisige Temperaturen erwarten würde und die Durchschnittstemperatur liegt bei 6-10°C.
Für manche sind die Klimaschwankungen am Anfang oftmals ungewohnt und besonders in Lappland können die 52 Tage, in denen die Sonne gar nicht aufgeht, schon mal sehr einsam werden, doch auch im Süden muss man sich auf lange Winternächte gefasst machen.

Die Finnen passen sich ihrer Umwelt an und haben einen bestimmten Lebensrhythmus, der in den verschiedenen Regionen doch sehr unterschiedlich sein kann.
Finnland ist bekannt für seine gute Technik und meistens ist jeder Finne in dieser Hinsicht bestens ausgerüstet.
Austauschschüler sollten somit ihr Handy mitnehmen, denn in Finnland hat man eigentlich selbst in den abgelegensten Ecken guten Empfang und man kann zwischen vier ähnlich preiswerten Mobilfunkanbietern entscheiden.
Die Busverbindungen und auch die Zugverbindungen sind aufgrund der guten Infrastruktur und der billigen Preise sehr beliebt und gut ausgebaut.
Zwar ist vieles in Finnland gewöhnungsbedürftig, wie zum Beispiel die finnischen Busfahrkarten und -pläne, doch man erhält als Schüler auch 50% Rabatt und die öffentlichen Verkehrsmittel sind wesentlich billiger als Taxis.

In Finnland gibt es 12 Schuljahre, eine neunjährige Grundschule und ein dreijähriges Gymnasium.
Die Grundschule muss von allen besucht werden, doch danach kann man sich entscheiden, ob man eine dreijährige Ausbildung an der Berufsschule oder die drei Jahre am Gymnasium weiterführt.
Ein Schuljahr ist in 5 Perioden (jakso) unterteilt und am Ende jeder Periode gibt es eine Prüfungswoche.
Die Notenskala geht von 4 bis 10, wobei die schlechteste Note eine 4 ist und die beste eine 10, die allerdings eher unserer deutschen 1+ entspricht und somit selten vergeben wird.
Für die finnischen Schüler sind Fächer wie Mathematik, Finnisch und Schwedisch verpflichtend und des weiteren muss eine Mindestanzahl von Kursen besucht werden.
Ein weiterer Unterschied ist, dass man die Lehrer duzt und in die Schule grundsätzlich Hausschuhe oder Wollsocken mitnimmt und die Schuhe vor dem Klassenraum auszieht.

In Finnland ist es üblich, beim Betreten eines Haus die Schuhe auszuziehen, doch Hausschuhe werden eher weniger benutzt, im Winter tragen die Finnen hauptsächlich Wollsocken.
Man beginnt den Tag mit einem guten Frühstück, ob zusammen und zu welcher Uhrzeit ist von Familie zu Familie unterschiedlich.
Die finnische Küche ist meistens typisch skandinavisch, das heißt, das Frühstück besteht meist aus Knäckebrot mit Schinken und Käse, Milchreis, Haferbrei und Joghurt.
Pausenbrote gibt es in Finnland eher nicht, da man kostenlos in der Schule ist und es dort schon gegen 11 oder 12 Uhr Lunch gibt.
Dort gibt es auch spezielle Essen für Vegetarier, hauptsächlich enthält die Küche aber viel Kartoffeln und Fisch.
Die Feiertage sind in Finnland ähnlich wie wir sie in Deutschland kennen.
Feste, die wir in Deutschland nicht kennen, sind zum Beispiel „Vappu“, der erste Mai, an dem wie in Deutschland alle frei haben, jedoch wird an diesem Tag auch der Frühlingsbeginn und das Fest der Studenten gefeiert.
Ebenso wichtige Feste sind Mittsommer, der Unabhängigkeitstag am 6. Dezember und für die Schüler der 11. Klasse der Vanhojen Tanssit, der am Ende des Jahres statt findet und mit dem amerikanischen Prom vergleichbar ist.
Traditionell werden viele Feste, wie auch Weihnachten mit einem Saunabesuch gefeiert.
Die Sauna hat bei den Finnen einen sehr hohen Stellenwert und sie ist nahezu in jedem Haus vorhanden.
Die Finnen wolle Ausländer immer gerne in diese Tradition einführen und empfinden es auch als unhöflich, einen Saunabesuch abzulehnen.
Im Winter gehen sie gerne erst in die Sauna und danach in den kalten See oder bohren Eislöcher, in denen sie sich dann abkühlen.
Ihre Freizeit verbringen die Finnen gerne mit Sport, zum einem vorm Fernseher, beim Schauen von Sportereignissen wie Wintersportarten, Eishockey oder Formel 1.
Aufgrund der guten Möglichkeiten widmen sich die Finnen jedoch gerne selbst den Wintersportarten wie Skilauf und Schlittschuhlaufen.
Jugendliche haben während der Schulwochen wenig Zeit, Hobbys zu betreiben und meistens sind beide Eltern berufstätig, so dass die gemeinsamen Familienaktivitäten hauptsächlich am Wochenende stattfinden.
Dadurch, dass die meisten Eltern unter der Woche arbeiten, werden die Kinder oft früh zur Selbstständigkeit erzogen, haben im Haushalt ihre eigenen Pflichten und auch von Austauschschülern wird erwartet, dass sie sich im Haushalt einbringen, doch im Gegenzug sind die finnischen Eltern oft liberaler als man es vielleicht in Deutschland gewöhnt ist.

In Finnland wird man vielleicht nicht mit übersprengender Herzlichkeit empfangen wie man es in anderen Ländern gewohnt ist.
Doch, dass heißt nicht, dass man weniger an der Person interessiert ist.
Vielen Finnen haben Hemmungen eine andere Sprache zu sprechen und wirken dann auf andere wortkarg, doch sobald man sich an der finnischen Sprache versucht, öffnen sich auch die Finnen, die Ausländer oft nicht gewohnt sind und somit überrascht sind, dass man versucht, ihre schwierige Sprache zu lernen und Interesse an ihrem abgelegenem Land zeigt.

In Finnland gibt es zwei Amtssprachen, Finnisch und Schwedisch, was aber nur von 6% der Bevölkerung sprechen, hauptsächlich auf der autonomen Provinz Aland.
Finnisch gehört zu denn finno-ugrischen Sprachen, dass heißt, sie hat nichts mit den germanischen Sprachen gemein, sondern nur mit Estnisch und Ungarisch.
In der finnischen Sprache gibt es viele Besonderheiten, über 15 grammatische Fälle bis hin zu außergewöhnlichen Sonderfällen und fehlenden Artikeln.
Einige Sprachbeispiele:
Hyvää - Guten Tag
Hei - Hallo
Näkemiin – Auf Wiedersehen
Kyllä - Ja
Ei - Nein
Kiitos - Danke
Anteeksi - Entschuldigung
En ymmärrä - Ich verstehe nicht.
Puhutko englantia? – Sprichst du Englisch?
Mikä sinun nimi on? – Was ist dein Name?

Finnland ist für viele ein Land in der äußersten Ecke Europas, über das sie wenig wissen, doch es ist ein Land mit einer Natur, die nach dem ersten Besuch sofort fasziniert und wenn man viel Zeit mitbringt, erschließt sich das Land einem nach und nach und man kann enge Bekanntschaften schließen, die oftmals ein Leben lang halten.

There Are 4 Comments To This Article

Austauschjahr.de August 13th, 2008 at 12:21 am

[...] Finnland [...]

Furzkissen January 17th, 2009 at 7:17 pm

Bisschen langer Text oder?
Und langweilig!

Finn January 22nd, 2009 at 12:09 pm

ja also ich bin ein finnland liebhaber ♥ ich finde das finnland das schöööööööönste land überhaupt ist!!! und wer noch niiie dort war sollte das unbedingt tun…!♥♥♥♥♥

MFG

der finnland liebhaber♥

AMa April 28th, 2009 at 5:10 pm

das ist alles für meine Projekt schulaufgabe!!!!!!!!!!!!!!!!!

lg eure a*****

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