Anita Peru
Anita Peru
Peru
Meine Länderwahl:
Vor den Osterferien 2006 entdeckte ich in unserem Klassenraum in der
hintersten Ecke Prospekte.High School’s stand vorne drauf. Zunächst konnte
ich nicht viel damit anfangen, blätterte es einmal durch und siehe da- mein
Interesse war sofort geweckt.
Ich nahm den Prospekt mit nach Hause und fing an im Internet zu
recherchieren. Je mehr ich mich mit dem Thema beschäftigte, desto sicherer
wurde ich, dass ich auch in der 11 wegwollte. Am liebsten in die USA.
Also fing ich an mich zu bewerben, bei IST, team! und ich versuchte es beim
PPP. Bei IST und team! wurde ich auch ohne weiteres angenommen, beim PPP
kam ich immerhin bis zum Interview.
Ich entschied mich für team!.
Die Zeit verstrich und ich freute mich immer mehr.
Im November 2006 fragte dann meine Spanischlehrerin, ob nicht jemand einen
Austauschschüler aus Peru aufnehmen wollte. Peru-Südamerika. Wiedereinmal
war ich sofort Feuer und Flamme und schaffte es mit Mühe und Not meine
Eltern von der Idee zu überzeugen, die letztendlich kurz bevor wir Majo vom
Bahnhof abholten mindestens genauso aufgeregt waren wie meine Schwester und
ich.
Es war Sympathie auf den ersten Blick. Zusammen verbrachten wir 2einhalb
wunderbare Monate und meine Überzeugung in die USA gehen zu wollen schwand
immer mehr. Schließlich redete ich mit meinen Eltern darüber, die mich
sofort verstanden. Zum Glück konnten wir den Vertrag mit team! noch
kündigen.
Ein Flug wurde gebucht und meinem Aufenthalt in Peru stand nichts mehr im
Wege.
Die nächsten Monate verstrichen kaum. Ich wurde immer ungeduldiger und
fieberte dem Juni entgegen, in dem ich endlich fliegen würde.
Der Abflug:
Ich glaube das schwierigste am Austausch sind die Aschiede, sowohl von der
richtigen als auch von der Gastfamilie und den Freunden.
Am Tag meines Abfluges war meine Vorfreude vollständig verschwunden. Ich
konnte nicht glauben, dass ich so verrückt war, allein in ein fremdes Land
gehen. Meine Angst überwog und ich konnte mir nicht mehr vorstellen, was
mich an der Idee so gereizt hatte…
Vom Abschied angefangen über den ganzen 14-stündigen Flug konnte ich die
Tränen kaum zurückhalten.
Dies änderte sich schlagartig im Landeanflug auf Lima. Alles in mir begann
zu kribbeln wie bei einer Achterbahnfahrt.
Auf einmal war sie wieder da, die Vorfreude.
Als mich meine Gastfamilie dann in Empfang nahm, war ich entgültig
glücklich. Eine nettere Familie hätte ich nicht bekommen können. Ich wurde
am Flughafen mit Blumen (Blumen versenden) empfangen und fühlte mich auf Anhieb unglaublich
wohl.
Das hat sich seit diesem Tag auch nie geändert. Ich weiß jetzt, dass ich
zwei Familien habe- eine in Deutschland und eine in Peru.