YFU Erfahrungsbericht

YFU Erfahrungsbericht

Mein Weg zum ATJ begann bereits als ich 12 war… Ich kam in der 7. aufs Gym und Klein-Rabea hat ganz Abenteuermäßig die ziemlich versteckten High School Year Hefte gefunden… Dieser Ständer wurde seit dem zu meinem ständigen Anlaufpunkt – das erklärt wohl auch meine zwei Schubladen füllende ATJ-Hefte-Sammlung :mrgreen:
Ich hab mir so ziemlich alles durchgelesen was auch nur im Geringsten mit Auslandsaufenthalten zu tun hat und bin im Juni 2007 dann endlich auf dieses Forum gestoßen :) Ich konnte es gar nicht erwarten…aber ich hatte noch die Organisationswahl vor mir. Ich glaube ich hab mit vorher noch nie so extrem um etwas Gedanken gemacht.. also wieder hunderte Erfahrungsberichte gelesen, mit Ehemaligen geredet und im i-net geforscht
Um mir die Suche zu vereinfachen hab ich mir das Buch "Ein Schuljahr in den USA" gekauft.. in dem findet ihr neben allgemeinen Tips fürs ATJ auch eine Bewertung 50 deutscher Organisationen… ich kämpfte mich also durch den Orga-Dschungel und nachdem ich meine Auswahl auf AFS, AIFS, EuroVancances, Experiment und YFU begrenzt hatte, entschied ich mich aus dem Gefühl heraus zu allererst für YFU…
Die Bewerbungsunterlagen von YFU umfassen etwa 10 Seiten und außerdem wird ein Entwicklungsbericht gefordert.
Ich bin ein Fan von Sachen ausfüllen und der Bericht hat zumindest mir klar gemacht wie mein Leben bisher verlaufen ist.
Ich kann nur sagen, dass ihr euch wirklich gedanken machen solltet beim Ausfüllen!
Da ich mit meiner Bewerbung relativ früh dran war, dauert es etwas bis ich meinen Termin für mein AWG bekam. Zu der Zeit war mir nichts wichtiger als iwo angenommen zu werden und fliegen zu können, also meldete ich mich zusätzlich noch bei EV an.. aber ich musste mir keine Sorgen machen, denn nur 5 Tage nach meinem AWG bekam ich bereits die Zusage von YFU :)
Noch ein paar Worte zu den Auswahlgesprächen von YFU… die sind nämlich etwas unkonventionell
Es wird weder euer Englisch getestet noch werden ihr in Einzelgesprächen mit Fragen gelöchert
Ich war natürlich mega nervös.. was ich eig nicht sein brauchte, wie sich herausstellen sollte.
Bei YFU gibt es Gruppeninterviews mit etwa 5-6 Bewerbern. Ihr werdet im Halbkreis vor die Auswähler gesetzt und euch werden Themen gegeben, über die ihr diskutieren sollt. An eurem Verhalten und euren Statements können die Gesprächsleiter dann sehen ob ihr geeignet seit. Während des Gespräches mischen sie sich nicht ein sondern beobachten nur. Die Auswähler bestehen meist aus 5 Leuten, die alle Ehemalige sind und so die nötige Erfahrung mitbringen. :)
Ich persönlich bin von der Methode absolut überzeugt.
Wie schnell ihr eure Zu- oder Absage bekommt ist ganz unterschiedlich.. das kann so schnell gehen wie bei mir oder auch 2 Monate dauern..
Zusammen mit der Zusage kam auch die Bestätigungsanfrage… die hab ich natürlich überglücklich am nächsten Tag in den Briefkasten geschoben..
Bei Eurovacances hatte ich wieder abgesagt, da YFU meine absolute Traumorga war und ist und hoffentlich immer bleiben wird :)
Im Oktober kam der Vertrag…. in englische rund deutscher Ausführung und noch einer Ausführung die ich mit in die USA mitnehmen kann. Alles durchgearbeitet, unterschrieben und wieder abgeschickt.
Im November kamen die Platzierungsunterlagen, die ich wieder nur loben kann. Es wird unter anderem nach deinen Einstellungen im Bereich Ernährung, Rauchen, Kirche usw. gefragt. Ich hab außer bei Rauchen angegeben, dass ich mit allem Leben kann.. will ja nicht als schwer vermittelbar gelten ^^
Weiter gings mit der Beantragung meines Reisepasses und dem SLEP-Test.. der ist für deutsche Schüler wie ich finde sehr gut zu meistern und dient den amerikanischen High Schools nur noch als zusätzliche Entscheidungshilfe ob sie einen aufnehmen, da sie anhand der Testergebnisse gesagt wird, wie gut unser Englisch ist.
Vor kurzem kam die Einladung zum VBT ins Haus geflattert :) auf die hatte ich shcon sehnsüchtig gewartet xD
Hinterher werd ich den Bericht hier wahrscheinlich begeisert weiterschreiben ^^

Noch ein paar Worte zu YFU…
YFU organisiert weltweit langfristigen Schüleraustausch und setzt sich für interkulturelles Zusammenleben und aktive Völkerverständigung ein. Youth for Understanding halt :P
Für YFU steht der Kulturaustausch im Vordergrund. Das Erlernen der Sprache wird eher als ein netter Nebeneffekt gesehen.
YFU lehnt Regionenwahl ab mit der Begründung dass es sich nicht um einen Touristenurlaub handelt und viele High Schools ATS ablehnen, die Regionenwahl gemacht haben, ebenfalls mit der Begründung sie seien nur aus touristischen Gründen in den USA und nicht um die Kultur kennenzulernen. Mit über 50 Partnerländern zählt sie wohl zu den größten Organisationen und schickt (aus Deutschland) etwa 1.200 Schüler jährlich in die Welt hinaus
Wichtig ist wohl auch, dass YFU nur ganzjährige Aufenthalte anbietet, da sich heraus gestellt hat, dass diese Zeit nötig ist, sich wirklich vollkommen einzuleben..
Es werden viele Stipendien vergeben, um Chancengleichheit zu garantieren und die Mitarbeiter bestehen so gut wie nur aus ehrenamtlichen Mitgliedern.
Für mich steht schon fest, dass ich mich, wenn ich aus meinem ATJ wieder da bin, für den Austausch engagieren will.

Ich kann bisher zusammenfassen nur sagen, dass ich absolut zufrieden mit meiner Wahl bin und nichts bereue.

 

Der Erfahrungsberichte wurde VOR Dem Austauschjahr verfasst, nachdem Austauschjahr wird Rabea mehr zu YFU schreiben

There Are 5 Comments To This Article

julian November 23rd, 2008 at 1:51 am

ich kann nur vollkommen zu stimmen das yfu eine top organisation ist auch wie bei mir grad während des atj :D außer mit dem sleptest kann ich leider nicht ganz übereinstimmen :D ich fand den nicht ganz so leicht naja
ps: rabea ich glaube ich war mit dir zusammen auf vbt ;-) lg julian

Inga January 4th, 2009 at 7:14 pm

ich kann auch nur zustimmen, bin zwar noch nicht weg, aber bis jetzt finde ich es super, wie YFU mich vorbereitet.
Und was den SLEP-Test angeht: den muss ich Gott sei Dank nicht machen, da ich nach Chile gehe^^

Lisa May 10th, 2009 at 11:21 am

Hey =)
Also ich wollte nur mal loswerden, dass YFU echt ein hammer Programm ist. Ich bin gerade frisch von der Tagung gekommen, und habe richtiges Lampenfieber und den drang, endlich nach Amerika zu gehen. Ich fühle mich wirklich sicher, was Amerika betrifft. Ich wurde so gut vorbereitet und hatte dabei noch eine Menge Spaß!!! Ein Großes Lob an alle Ehrenamtliche YFUler, Und an meine Teamer!

Ani July 19th, 2009 at 4:11 pm

ab diesem Jahr gibt es allerdings auch bei YFU Einzelgespräche, welche nach dem Gruppengespräch erfolgen =)

Katrin August 15th, 2009 at 12:47 pm

Hey, ich würde mich nie bei dieser Organisation bewerben… Meine Freundin hat sich bei YFU beworden, war auch bei der VBT Fahrt. Sie hat ein Visum besorgt, was ja uach mit hohen Kosten und so weiter verbunden ist,und sich sehr lange auf die Reise vorbereitet.
Die Zeit des Vorbereitungs-Jahres verging total schnell, doch was ausblieb, war die Gastfamilie. Sie hat keine bekommen, und bleibt das Jahr jetzt doch in Deutschland. Sie ist sehr enttäuscht und würde mich auch nie an die Organisation wenden.

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