Schüleraustausch FAQ
Schüleraustausch FAQ
Wie lange sollte ein Austausch sein? Reicht ein halbes Jahr oder sollte ich ein ganzes Jahr ins Ausland gehen?
Ein ganzes Austauschjahr (10-11 Monate) ist einem halben Jahr auf jeden Fall vorzuziehen. Nur bei einem ganzen Austauschjahr kannst Du den vollen Ablauf eines ganz normalen Jahres im Gastland erleben. Außerdem braucht man einfach eine gewisse Zeit, um sich einzuleben. Daher lernt man das Gastland in der zweiten Hälfte des Austauschjahres viel besser kennen und verstehen. Die Gefahr aus dem Austauschland mit dem Eindruck zurückzukommen "Nett sind sie ja schon, aber irgendwie spinnen die auch …" ist viel größer, wenn man nur ein halbes Jahr im Gastland verbringt. Vielen ATS fällt es auch schwerer, sich auf das Austauschland einzulassen, wenn sie von vorne herein wissen, dass sie nach wenigen Monaten wieder nach Hause fahren.
In welchem Alter sollte man einen Austausch machen?
Ein Austauschjahr macht man normalerweise im Alter von 16-17 Jahren. Das hat sich auch sehr bewährt. In diesem Alter ist man noch jung genug, um sich in eine Gastfamilie als Familienmitglied zu integrieren. Andererseits ist man alt genug, um die Austauscherfahrung bewusst zu verarbeiten. Dementsprechend gehen die meisten AustauschschülerInnen nach der 10. oder der 11. Klasse ins Ausland.
Was genau bedeutet "Austausch"? Muss meine Familie auch jemanden aufnehmen, wenn ich ein Austauschjahr mache?
Nein, einen direkten Austausch in diesem Sinne gibt es heute kaum noch. Zwar kommen auch jedes Jahr einige hundert Austauschschülerinnen und -schüler für ein Jahr nach Deutschland, es gibt aber jedes Jahr viel mehr deutsche Schülerinnen und Schüler, die ein Jahr im Ausland verbringen. Man muss also nicht selbst eine Austauschschülerin oder einen Austauschschüler aufnehmen. Trotzdem ist es natürlich eine gute Idee
Werden Gastfamilien eigentlich bezahlt?
In aller Regel nicht. Es gibt einige wenige Austauschländer in denen sich die Bezahlung von Gastfamilien etabliert hat, wie z.B. in England. In den allermeisten Ländern werden die Gastfamilien hingegen nicht bezahlt. Das hat den Vorteil, dass man sich sicher sein kann, dass man aus Interesse am Austausch aufgenommen wird und nicht wegen des Geldes. Gleichzeitig heißt es natürlich auch, dass die Gastfamilien genauso Programmteilnehmer sind wie die Austauschschülerinnen und -schüler. Man kann also nicht erwarten, dass sich die "Reiseleitung" (~Austauschorganisation) immer auf die Seite der Austauschschülerin oder des Austauschschülers stellt.
Sollte ich besser auf ein Internat gehen oder in eine Gastfamilie?
Das kommt darauf an, was Du von Deinem Austasuchjahr erwartest. Wenn Du Dein Gastland so kennenlernen willst, wie es die Einheimischen kennen, solltest Du unbedingt in eine Gastfamilie gehen. Nur so kannst du das wirkliche Alltagsleben erleben. Andererseits kann auch ein Internatjahr sehr spannend sein, gerade in Internaten mit sehr internationaler Ausrichtung. Das Gastland lernst Du dann aber nicht im gleichen Ausamß kennen. EF Schüleraustausch hilft Ihnen beim Finden einer Gastfamilie
Kann ich das Schuljahr in Deutschland überspringen?
Das ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Generell lässt sich sagen, dass bei einem Auslandsaufenthalt nach der 10. ein Überspringen meistens möglich ist, wenn es in dem Bundesland 13 Schuljahre gibt. Ein Überspringen ist hingegen nicht möglich, wenn man erst nach der 11. Klasse ins Ausland geht oder wenn es in dem Bundesland sowieso nur 12 Schuljahre gibt. Der Grund hierfür ist, dass die letzen beiden Schuljahre ja bereits für das Abitur zählen. In den Bundesländern mit 13. Schuljahren ist die Entscheidung über die Anerkennung der Zeit im Ausland häufig in das Ermessen der Schulen gestellt. Am Besten erkundigt man sich möglichst frühzeitig bei der Schulleitung der Schule, die man nach dem Austausch besuchen will.
Muss ich ein Gymnasium besuchen, um einen Austausch machen zu können?
Nein, definitv nicht. Die meisten Austauschschüler und -schülerinnen sind zwar Gymnasiasten, davon sollte man sich aber als Real- oder Hauptschüler nicht abschrecken lassen. Gymnasiasten sind nach meiner Erfahrung nicht besser geeignet, als Haupt- oder Realschüler.
Wie gut muss ich in der Schule sein, um einen Austausch zu machen?
Generell lässt sich sagen, dass Schulnoten nur sehr wenig über die Eignung für ein Austauschjahr aussagen. Auch wer keinen guten Notenschnitt hat, sollte sich also von einer Bewerbung für ein Austauschjahr nicht abhalten lassen. Kritisch wird es erst, wenn man versetzungsgefährdet ist, da dann häufig die ausländischen Partnerschulden die Aufnahme verweigern.
Wohin kann man einen Austausch machen?
Inzwischen kann man einen Austausch in über 35 Länder auf allen fünf Kontinenten machen. Die meisten gehen allerdings immer noch in die USA oder in ein anderes englischsprachiges Land. Relativ neu und im Kommen ist der Austausch nach Osteuropa. Eine weitgehend vollständige Übersicht von Austauschländern mit den Organisationen, die einen Austausch dorthin anbieten, gibt es hier: Schüleraustausch Organisationen
Welches Austauschland ist das Richtige für mich?
Diese Frage kann natürlich nur jeder für sich selbst beantworten. Wichtig finde ich aber, dass man die Auswahl nicht von vorne herein einschränkt. Gerade ein ausgefallenes Austauschland kann eine tolle Erfahrung bedeuten. Und im Hinblick auf den Lebenslauf ist ein Austausch in Litauen, Thailand oder Guatemala mindestens genauso wertvoll wie ein Austausch in die USA.
Kann ich mir aussuchen, in welcher Region meines Austauschlandes ich untergebracht werde?
Das hängt von Deiner Austauschorganistion ab. Einige Organisationen bieten - meist gegen Aufpreis - eine Platzierungsgarantie in der Wunschregion an. Dabei sollte man jedoch bedenken, dass auch vermeintliche Traumziele wie Florida oder Kalifornien recht vielfältig sind. Eine Kleinstadt in der Mitte Kaliforniens ist nicht so, wie viele wegen des Baywatch-Kalifornien-Klischees vermuten. Daneben sollte man bedenken, dass für den Erfolg des Austauschjahres die passende Gastfamilie (ein Chat im Vorfeld kann helfen) viel wichtiger ist, als die Austauschregion.
Wie gut muss ich vor dem Austausch die Sprache beherrschen?
Für englisch-, spanisch-, oder französichsprachige Länder verlangen die Organisationen meist ordentliche Vorkenntnisse. Das erleichtert den Einstieg im Austauschland. Allerdings hat man normalerweise schon nach einigen Wochen soviel dazugelernt, dass die Vorkenntnisse gar nicht mehr so ins Gewicht fallen. Daher ist es auch kein größeres Problem in ein Land zu gehen, dessen Sprache man zu Anfang gar nicht spricht. Wer spricht auch schon Thai, Estnisch oder Portugiesisch? In diesen Fällen bietet die Austauschorganisation normalerweise einen Crashkurs in der Landessprache zu Anfang des Austauschs an.
Kann ich auch mit einer chronischen Krankheit oder mit einer körperlichen Behinderung einen Austausch machen?
Auch wer beispielsweise an Diabetes, Zöliakie oder Querschnittlähmung leidet, kann grundsätzlich einen Austausch machen. Allerdings ist es in diesen Fällen häufig schwieriger und langwieriger eine Gastfamilie für solche ATS zu finden. Daher lehnen manche kommerzielle Organisationen Bewerber mit chronischen Krankheiten oder körperlichen Behinderungen von vorne herein ab. Weniger Vorbehalte haben nach meinen Erfahrungen gemeinnützige Austauschorganisationen. Allerdings nehmen auch diese häufig Bewerber mit chronischen Krankheiten oder körperlichen Behinderungen nur unter dem Vorbehalt an, dass eine passende Gastfamilie gefunden wird, was zumeist nicht garantiert werden kann. Es fahren aber jedes Jahr auch Austauschschülerinnen und -schüler mit chronischen Krankheiten für ein Jahr ins Ausland, so dass man sich von einer Bewerbung nicht abhalten lassen sollte.
Was kostet ein Austausch?
Zunächst einmal zahlt man in der Regel einen Programmpreis an eine Austauschorganisation, dessen Höhe je nach Austauschland und Organisation sehr unterschiedlich sein kann. Ein Austausch nach Osteuropa kostet beispielsweise "nur" etwa 3.000 €. Ein Austausch nach Neuseeland oder Australien kostet hingegen leicht 20.000 €. Im Programmpreis sollten die kompletten Reisekosten, Suche und Auswahl von Gastfamilie und Schule, eine mehrtägige Vorbereitungstagung, Betreuung im Gastland und ein Versicherungspaket (soweite notwendig) enthalten sein. Hierauf sollte man beim Preisvergleich einzelner Organisationen unbedingt achten. Hinzu kommt dann nach das Taschengeld während des Austausches und das Geld für etwaige Reisen im Gastland. Erfahrungsgemäß sollte man - je nach Gastland - mehr Taschengeld einplanen, als man in Deutschland benötigt. Nicht einbezogen sind z.B. Reisen wie eine Rundreise USA oder weitere Reisen die man im Austauschjahr machen kann.
Meine Eltern haben nicht soviel Geld. Was tun?
Grundsätzlich besteht die Möglichkeit den Programmpreis durch ein Stipendium zu drücken. Gerade gemeinnützige Austauschorganisationen haben es sich zur Aufgabe gemacht, SchülerInnen aus finanziell schwächer gestellten Familien zu fördern. Sie bieten daher häufig Teilstipendien an, wenn eine finanzielle Bedürftigkeit nachgewiesen wird. Klar ist aber auch, dass ein Austauschjahr eine einmalige Chance und auch nur eine einmalige finanzielle Belastung ist. Eine gewisse finanzielle Anstrengung wird daher von allen Familien erwartet.
Meine Eltern haben zwar eigentlich das Geld, wollen es dafür aber nicht ausgeben. Was tun?
In diesem Fall kannst Du lediglich versuchen ein Stipendium wegen besonderer Eignung für ein Austauschjahr zu bekommen. Das bekannteste Stipendienprogramm dieser Art ist das "Parlamentarische-Patenschafts-Programm" (PPP) des Deutschen Bundestages und des US-Amerikanischen Kongresses. Mit diesem Programm fahren jedes Jahr 300 deutsche Austauschschülerinnen und -schüler für ein Jahr in die USA. Daneben gibt es einige wenige andere einkommensunabhängige Stipendien. So bieten zum Beispiel einige große Firmen Stipendien für Kinder ihrer Mitarbeiter. Es lohnt sich daher, beim Arbeitgeber der Eltern nachzufragen. Außerdem bieten einige kommerzielle Austauschorganisationen einge wenige einkommensunabhängige Stipendien, wohl auch zu Werbezwecken. Für alle einkommensunabhängigen Stipendienprogramme gilt, dass die Chance, ein Stipendium zu kriegen, recht gering ist. Davon sollte man sich aber nicht abhalten lassen. Im PPP hat es z.B. auch schon Wahlkreise gegeben, für die sich nur drei Bewerber gefunden haben. Näheres zum PPP findest du hier: Infos zum PPP (Link kommt bald!) Es gibt auch eine gute Seite im Internet wo man Infos zu Inhaltsangabe Beispiel Aufbau findet, sie eignet sich sehr gut für Schüler
Was kann ich sonst noch tun, um meine Reisekasse aufzubessern?
Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. Du kannst zum Beispiel BAFöG beantragen. Je nach finanzieller Bedürftigkeit Deiner Familie, zahlt der Staat Dir einen monatlichen Zuschuss, der durch einen Auslandszuchlag recht erheblich ausfallsen kann, das sogenannte Schüler-BAFöG. Das Beste daran ist, dass Schüler-BAFöG - im Gegensatz zu Studenten-BAFöG - nicht zurückgezahlt werden muss. Voraussetzung für BAFöG ist - neben finanzieller Bedürftigkeit -, dass Dein Austausch von das Schuljahr in Deutschland nicht wiederholen musst. Nähere Infos zum Auslands-Schüler-BAFöG gibt es (Link folgt!)
Eine andere Möglichkeit etwas dazu zu verdienen ist es, regelmäßig in Deiner Lokalzeitung aus Deinem Austauschjahr zu berichten. Es lohnt sich auf jeden Fall, einmal nachzufragen, ob die Zeitungen in Deiner Nähe Interesse haben.
Welche Organisation ist die beste?
Das lässt sich so pauschal nicht sagen. Welche Organisation für Dich die beste ist, hängt auch von Dir selbst ab und davon, was Du von Deinem Austauschjahr erwartest. Auf jeden Fall solltest Du Deine Austauschorganisation sorgfältig aussuchen und dabei nicht nur auf den Preis achten. Wichtig ist auch eine gute Vor- und Nachbereitung und eine gute Betreuung.
There Are 11 Comments To This Article
ich habe verwandschaft in amerika und brauche daher keine vermittlung,da ich sehr gute englisch kenntnisse habe und auch von meiner lehrer vorgeschlagen wurde,schaetze ich das ich auch ohne
sprachkurse auskomme,die high school ist schon gewaehlt und die finanzierung fuer mein ticket steht..muss ich dennoch eine organisation kontaktieren?
eher ja, weil es privat sogar teurer sein kann als per Orga und es Probleme mit dem Visum geben kann wenn du privat organsisierst.Also besser Orga nehmen, da kannst du auch die Familie vorschlagen wo du kennnst.
lg aus georgia,
kevin
Interessanter Blog, habe ihn soeben zu meinen Lesezeichen hinzugef
hy
ich werde im nächsten jahr 18
gänge es da auch noch ein austausch jahr zu machen oder ist man da zu alt und wo kann man solche orgarnisationen noch finden außer im internet
lg melanie
ich möchte auch gerne ein Austauschjahr machen, bin aber auf der Hauptschule in der 8. Klasse. Eigentlich habe ich mir überlegt, weiterzumachen (die Noten dazu hab ich schon) und den Realschulabschluss in der 10. und 11 Klasse zu machen.
Fragen: 1. gibt es eine Organisation bei der ich als Hauptschüler überhaupt einen Austausch machen kann,
2. Sollte ich den Austausch vor dem Übergang i die Realschule, also nach der 9./ vor der 10. Klasse machen, oder erst die Mittlere Reife durchziehen.
3. Welches Land würde sich denn da anbieten?
Bin schon auf die Antworten (hoffentlich) gespannt, lg Bene
Hallo!
Zunächst einmal über mich:
Ich bin 16 Jahre alt, sehr aufgeschlossen-wird mir zumindest immer gesagt-und habe durschnittlich-gute Englischkentnisse.Ich bin relativ gut in der Schule und gehe auf’s Gymnasium. Ich leite einen kleinen Kinderchor, habe eine Juleica-Ausbildung und mache momentan noch mein C-Chorleiterschein und meinen Musikmentorenkurs Vokal. Außerdem habe ich Gesangsunterricht und spiele ein wenig Klavier.
Nun meine Fragen:
Ich möchte unbedingt mal nach Südafrika. Ich bin ein großer Südafrika-Fan und würde dieses Land gerne einmal kennen lernen. Zwar verdienen meine beiden Eltern ziemlich gut, aber da wir vor 4 Jahren ein Haus gekauft haben und das noch abbezahlen müssen, stehen wir finanziell nicht so gut dar. Dass ich 3 Geschwister habe, erschwert die Sache. Auf Barfög habe ich also keine Chance. Außerdem möchte ich nur 3 Monate machen, da ich der letzte Jahrgang mit 13 Jahren bin und nicht zu viel verpassen möchte.
Sieht irgendjemand für mich eine Möglichkeit, dies zu erreichen?
Das billigste, was ich bisher gefunden habe war 5000€. Das kann ich mir aber nicht leisten, trotz dessen ich auf meinen Führerschein verzichte und arbeite.
Bitte helft mir!!
Ich bin doch eigentlich ein ganz normales Mädchen, dass einfach nur nach Südafrika will, es sich aber nicht leisten kann.
Ich freue mich auf viele Antworten.
Liebe Grüße
Larissa
bitte ins ats forum gehen und dort fragen, ist oben links verlinkt.
Hallo.
Ich bin 15 Jahre alt und besuche die 9. Klasse einer Realschule.Ich habe gute Noten und englische und französische Sprachkenntnisse. Ich überlege nach der 10. Klasse ein High school jahr in Amerika zu machen.
Hat jemand schon eins nach der Realschule gemacht? Oder weiß jemand ob das überhaupt möglich ist?
Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen:)
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Also..
Es ist so ich hab letztes Jahr meine Hauptschule gemacht werde jetzt im Mai 15 und habe das letzte jahr da ich noch nicht sicher war was ich als ausbildung machen möchte hab ich ein EQJ gemacht. So und nun ist es so ich hab bis jetzt immer noch nix gefunden. Ich möchte gerne ein Austauschjahr machen so nächstes jahr. Meine Eltern haben aber leider kein geld dazu und 10.000 € z.B ist ganz schön happig wir würden dann das ppp nutzen..aber ist es eigentlich möglich mit hauptschule ein austausch zu machen?
Mfg Tobi
kann man seine Gastfamilie wechseln wenn ich mich da nciht wohl fühle ??