Austauschschülerin in Costa Rica

Mein Schüleraustausch mit ODI in Costa Rica

Interview mit Lena

Falls Du gerade überlegst, einen Schüleraustausch zu machen: Tu es!

 

Lena war 2019/2020 mit ODI in Costa Rica. Hier beschreibt sie im Interview ihre Erlebnisse und Erfahrungen im Schüleraustausch. 

Du warst seit Juli 2019 mit ODI als Austauschschülerin in Costa Rica. Was gefiel Dir dort am meisten?

Mich haben besonders die Natur und die Mentalität der Menschen fasziniert. Ich habe sehr im Grünen gewohnt und war immer wieder von den Palmen begeistert, die nicht nur von unserer Küche aus sichtbar waren, sondern die es sogar in der Schule gab. Die Menschen sind gast -und lebensfreudig. Ganz dem Motto „Pura Vida“.

Wie war das Leben mit Deiner Gastfamilie?

Das Leben in meiner Gastfamilie war gut. Meine erste Gastfamilie musste ich wechseln, da sie mein Zimmer anderweitig benötigten. Daraufhin bin ich zu einer Klassenkameradin gezogen, um in meinem Ort zu bleiben. Sie hatte noch einen etwas jüngeren Bruder und ich hatte eine Gastmutter. Mit allen habe ich mich super verstanden.

Wie war der Schulalltag in Costa Rica für Dich?

Anfangs fiel es mir schwer, mich an den langen Schulalltag von 7 Uhr bis 16.20 Uhr zu gewöhnen, aber das wurde mit der Zeit besser. Auch war es anfangs schwierig, denn einen „regelmäßigen Schulalltag“ gab es erstmal nicht, da die Lehrer teilweise gestreikt haben. Letztendlich ist Schule in Costa Rica aber viel entspannter als in Deutschland. Oft wurde auch einfach nur mit dem Lehrer übers Wochenende geredet oder es gab schlicht und einfach keine Aufgaben. 

Lena mit Mitschülern in Costa Rica

Was waren die schönsten Erlebnisse während Deiner Zeit in Costa Rica?

Das ist schwierig zu sagen. Ich hatte viele wirklich sehr schöne Momente mit meinen Freunden, meiner Gastfamilie und anderen Austauschschülern, die ich besucht habe. Zu meinen Highlights zählt aber wohl ein Klassenausflug. Wir waren beim Río Celeste, der zu einem der Orte zählt, die man besucht haben sollte. Ich habe mich einfach super mit allen verstanden.

Wasserfall in Costa Rica

(Foto: Wasserfall von Río Celeste)

Was hast Du für Dich persönlich gelernt während des Schüleraustauschs?

Ich habe gelernt, vieles, was wir in Deutschland haben, mehr wertzuschätzen. Ich war in einem der ärmsten Teile Costa Ricas und habe auch mitbekommen, dass viele Geldprobleme haben, die teilweise so weit gingen, dass sie nur in der Schule gegessen haben (auch wenn das nicht der Normalfall war, aber vorkam). Trotzdem teilen sie das, was sie haben, noch mit anderen und verlieren ihre Lebensfreude nicht. 

Was vermisst Du am meisten aus Costa Rica?

Neben meinen Freunden und meiner Gastfamilie, natürlich, vermisse ich auch das Essen. Nie hätte ich gedacht, dass es mir fehlen würde, täglich Reis und Bohnen (auch wenn ich zum Glück etwas mitgebracht habe 😊) zu essen.

Gab es etwas, das Dir vielleicht zu Beginn schwergefallen ist, und sich im Laufe der Zeit geändert hat?

Anfangs ist es mir schwergefallen, meinen Wohnort zu akzeptieren und Kontakte zu knüpfen. Durch die Lehrerstreiks hatte ich zu Beginn viel Schulausfall und bei meinen Klassenkameraden hatte ich anfangs den Eindruck, sie würden lieber Netflix schauen als sich zu treffen. Ich habe aber einfach immer wieder gefragt und zu jedem Vorschlag „Ja“ gesagt (später wurde mir von meinen Freunden auch gesagt, dass es toll war, dass ich alles mitgemacht habe.) So hat sich in der Zeit dann so einiges ergeben und wir hatten viel Spaß.
Also, falls Du, als zukünftiger Austauschschüler, das liest: Gib nicht auf!

Was Du sonst noch sagen möchtest:

Falls Du gerade überlegst, einen Schüleraustausch zu machen: Tu es!
Dadurch, dass Du mit Gleichaltrigen zur Schule gehst und den Alltag Deiner Gastfamilie erlebst, bist Du mitten im Leben Deines Gastlandes.

Schüler in Costa Rica

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