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So gelingt ehrenamtliches Engagement im Schüleraustausch

Viele Austauschschülerinnen und Austauschschüler wollen auch nach dem Schüleraustausch mit ihrer Austauschorganisation in Kontakt bleiben und ihre Erfahrungen weitergeben. Die Aufgaben sind dabei recht vielfältig und reichen von der Teilnahme an Infoveranstaltungen, über Erstinterviews mit neuen Bewerbern, Betreuung und der Hilfe bei Vor- und Nachbereitungsseminaren. Die Ehemaligen können Schülerinnen und Schüler motivieren, an einem Austausch teilzunehmen, sowie Ängste der Jugendlichen und ihrer Eltern abbauen.

Hier berichtet Anna von ihrer ehrenamtlichen Arbeit für ODI.

Vor allem die gemeinnützigen Austauschorganisationen verfügen oft über große Netzwerke von Ehrenamtlichen. In einigen Organisationen sind die Ehrenamtlichen in Komitees in den einzelnen Bundesländern organisiert, in anderen Organisationen kommunizieren die Ehrenamtlichen direkt mit der Geschäftsstelle. Unabhängig von der Organisationsform haben alle eines gemeinsam: Sie prägen als Ehrenamtliche entscheidend die Arbeit ihrer Austauschorganisationen mit.

Warum überhaupt engagieren?

Freiwilliges Engagement hat persönlichen und gesellschaftlichen Nutzen. Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung DKJS hat in einer breiten Studie mit Jugendlichen untersucht, was die Motivation der jungen Menschen ist und welche Voraussetzungen für ein gelungenes Engagement nötig sind. Dazu fanden 14 Jugendhearings und ca. 45 regionalen Zukunftswerkstätten statt, in denen über 1000 Jugendliche von 15-27 Jahren ihre Wünsche, Erwartungen und Interessen zum Thema einbringen konnten.

Die Befragungen ergaben, dass sich bereits 66% der Jugendlichen ehrenamtlich engagieren. Jugendliche engagieren sich, weil sie miteinbezogen werden und mitgestalten wollen. Weitere Gründe waren die persönliche Weiterentwicklung und der Wunsch zu helfen, aber auch Weiterbildung und erworbene Qualifikationen spielen eine Rolle.

Wie gelingt gutes Ehrenamt?

Die Zukunftswerkstatt zur Zukunft des Ehrenamtes, die Ende April in einem digitalen Format stattfand und vom AJA gemeinsam mit dem iac Berlin ins Leben gerufen wurde, lieferte ähnliche Erkenntnisse. Auf dem Netzwerktreffen ehrenamtlicher und hauptamtlicher Mitarbeiter von Austauschorganisationen wurden Veränderungen im Ehrenamt beispielsweise durch Digitalisierung und den gesellschaftlichen Wandel diskutiert. In drei Werkstätten wurden Handlungsempfehlungen entwickelt, die den Organisationen helfen sollen, die Ehrenamtlichen zukünftig noch besser in ihre Arbeit einzubinden.

Die Handlungsempfehlungen besagen unter anderem, dass jedes Ehrenamt gleichwertig und gleich wichtig ist. Viele Organisationen wünschen sich langfristiges Engagement. Junge Menschen engagieren sich aber lieber in kürzeren Projekten, da lange Zeiträume für sie schwerer planbar sind. Jedes Engagement egal ob kurz- oder langfristig sollte gleich wertgeschätzt werden.

Zusätzlich ist es wichtig, dass die Aufgaben im Ehrenamt klar kommuniziert werden und auch die Erwartungen der Freiwilligen abgefragt und berücksichtigt werden. Die ehrenamtlich Aktiven sollen alle notwendigen Informationen erhalten und nach Möglichkeit auch in Entscheidungsprozesse einbezogen werden.

Für die Motivation der Ehrenamtlichen ist zunehmend wichtig, dass sie die Arbeit positiv im Lebenslauf verwerten können. Weiterbildungen und Workshops sind hier ein deutlicher Mehrwert.

Storytelling kann genutzt werden, um mehr Transparenz und ein besseres Images der Ehrenamtsarbeit zu erzeugen. Hier eignen sich vor allem soziale Netzwerke wie Instagram.

Ein wichtiger Aspekt in der Motivation der ehrenamtlich Aktiven ist die Gemeinschaft und die daraus resultierenden Bindungen. Mit gemeinsamen Aktionen über die Arbeit hinaus können diese Bindungen gestärkt werden.

Handlungsempfehlungen Ehrenamt

Ehrenamt macht glücklich

Warum solltest du dich nach einem Schüleraustausch weiter für die Austauschorganisation engagieren? Du triffst Gleichgesinnte, die ähnliches erlebt haben und kannst dich mit ihnen über das Erfahrene austauschen. Es handelt sich quasi um eine Möglichkeit, deinen Schüleraustausch zu verlängern. Du kannst Verantwortung übernehmen und anderen bei ihrem Schüleraustausch helfen. Aber nicht zuletzt macht ein Ehrenamt auch glücklich. Engagement löst im Gehirn Wohlbefinden aus und lässt das eigene Selbstwertgefühl wachsen.

Mehr dazu kannst du in unserem Blogbeitrag hier lesen. 

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