Schüleraustausch: Gastmutter und Austauschschüler

Gastfamilie für den Schüleraustausch: Unser Austauschschüler aus China

Tommy war eine Bereicherung für unser Leben und das wird uns immer begleiten.

Es war damals ein lang gehegter Wunsch von meinen inzwischen erwachsenen Söhnen und auch mir, einen Schüler aus einem anderen Land, woher auch immer, einzuladen. Da aber damals leider nicht die gesamte Familie zustimmen konnte, wurde es nichts.

Im Frühjahr 2019 las ich dann aber im Wochenanzeigenblatt den Artikel „Gasteltern in Dithmarschen gesucht“ und wir haben uns, obwohl inzwischen 79 und 73 Jahre alt, gemeldet. Ob sie uns Großeltern wohl noch in Betracht ziehen? Aber ja, nach ca. 3 Wochen meldete sich eine YFU-Mitarbeiterin mit einem sehr freundlichen Telefonat bei uns um zu fragen, wann sie uns aufsuchen könne. In unserem Treffen beim Kaffeeklatsch fragte bat ich sie, uns per E-Mail ca. 5 Schüler aus China oder Japan vorzustellen. Als diese Fotos mit der Vita eintrafen, haben wir uns einstimmig für Ming Jun Song entschieden, seine Schilderung über sich selbst und vor allem sein Lächeln haben uns sehr angesprochen.

Es folgte ein reger E-Mail Austausch, in denen er uns mit „Dear hostparents“ anredete. Nachdem wir von uns ein Urlaubsfoto mitschickten, nannte er uns in den nächsten E-Mails „Dear grandparents“. Wir haben herzlich gelacht.

Nun hofften wir inständig, dass er sich bei uns auch wohlfühlen wird und ob die Chemie stimmt. Sie stimmte! Vom ersten Moment bei unserem Zusammentreffen auf dem Hamburger Hauptbahnhof an. Wir haben uns auf dem Heimweg auf Englisch unterhalten, er freute sich auf die Nordsee und unsere Dackel.

Unser Zusammenleben war derart harmonisch, leicht und freundlich, dass wir zwei „Grandparents“ mit dem Tommy, wie er genannt sein wollte, glücklich waren. Tommys Wesen ist für einen 17-jährigen Jugendlichen erstaunlich ausgeglichen, er hat ein freudiges Naturell und ist dabei ungezwungen diszipliniert.

Wir waren mit ihm auf Reisen, u.a. in Prag, an der Mosel, in Luxemburg, im Schwarzwald und in St. Peter-Ording, teilweise mit unserem Wohnmobil, das gefiel ihm super. Er hat sich in jede Unternehmung eingefügt, als lebte er schon immer mit uns, neugierig auf alles, was es zu sehen gab und immer ruhig gutgelaunt. Die Dackel wurden zu seinen Schatten. Tommy war eine Bereicherung für unser Leben und das wird uns immer begleiten.

Sein Wunsch ist es, in 2 Jahren das Abitur zu machen und dann wieder zu kommen, um in Deutschland Medizin zu studieren.

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