Schüleraustausch in New York

10 Jahre später – Wie mein Schüleraustausch mein Leben beeinflusst hat

Einmal für eine gewisse Zeit im Ausland leben – durch einen Schüleraustausch wird dieser Traum jedes Jahr für viele Schüler wahr. Die Vorteile liegen auf der Hand: Du tauchst in eine andere Kultur ein und erlebst dort den Alltag. Dadurch lernst du nicht nur eine neue Sprache, sondern auch Toleranz und Offenheit gegenüber anderen Lebensweisen. Diese „Langzeitfolgen“ bleiben dir erhalten, auch wenn der Austausch schon längst vorbei ist. Wir haben mit drei ehemaligen Austauschschülern von Partnership International e.V. gesprochen und sie gefragt, wie ihr Schüleraustausch, den sie vor 10 Jahren in die USA gemacht haben, ihr Leben seitdem langfristig verändert hat.

Die Sehnsucht nach Ferne bleibt

Pia erzählt: „Das Fernweh hat mich seit meinem Schüleraustausch in Ohio nie mehr richtig losgelassen. Ich habe mir nach dem Abitur ein Studienfach ausgesucht, das auf Englisch gelesen wurde und in dem ich ohne großen organisatorischen Aufwand mindestens zwei Auslandssemester machen konnte. So kam es auch, dass ich fünf Jahre nach dem Schüleraustausch ein sechsmonatiges Praktikum in New York City ergattert habe und nochmal mit meiner Gastfamilie in Ohio Weihnachten feiern durfte. Da ich weiterhin sehr neugierig auf die Welt war und es mir nicht schwer viel, mich anderswo zu Hause zu fühlen, bin ich für meinen Karrierestart bei einem amerikanischen Softwareunternehmen nach Dublin, Irland, gezogen und fast drei Jahre dortgeblieben.“

Auch Adrian hat es nach seinem Schüleraustausch in Missouri während seines Studiums noch einmal ins Ausland verschlagen. Als Studienfach hat er sich für Jura mit Schwerpunkt Internationales Recht entschieden: „Zunächst hatte ich nicht vor, nochmal ins Ausland zu gehen. Zu dem Zeitpunkt lag mein Schüleraustausch nämlich noch nicht so lange zurück. Als ich dann kurzfristig die Möglichkeit hatte, ein Semester in China zu verbringen, habe ich mich dann aber doch dafür entschieden. Zum Glück: Direkt am ersten Unitag lernte ich meine zukünftige Frau und Mutter meines Sohnes kennen. Sie ist Engländerin und hat ihr Auslandssemester zur gleichen Zeit gestartet.“ Zu Adrians Hochzeit in England kam auch seine ehemalige Gastfamilie. Auch zu Weihnachten und Geburtstagen schreiben sie sich gegenseitig und auch ein Besuch ist geplant. Adrian und seine Frau können sich auch gut vorstellen, in Zukunft selbst Austauschschüler in ihre Familie aufzunehmen.

Nach ihrem Schüleraustausch in Washington hatte auch Fiona den Wunsch im Studium nochmal ins Ausland zu gehen. Anschließend hat sie noch für ein halbes Jahr im Ausland gearbeitet und plant gerade schon den nächsten Aufenthalt. Trotz ihrer großartigen Erfahrungen hat sie aber auch gemerkt: „So intensiv wie während meines Schüleraustauschs konnte ich nicht noch einmal in eine Kultur eintauchen.“ Dazu hat auch ihre enge Verbindung zu ihrer Gastfamilie beigetragen. Mit dieser hat sie heute immer noch Kontakt und ihre Gastschwester hat sie schon zwei Mal in Europa besucht. Diese Entwicklung ist besonders schön zu sehen, da Fiona und ihre Gastfamilie in vielen Dingen unterschiedliche Einstellungen haben: So ist ihre Gastfamilie sehr religiös, was für sie zu Beginn ihres Austauschs total fremd war. Auch heutzutage gibt es unterschiedliche Ansichten bezüglich Trump oder Corona. Fiona ist sich aber sicher: „Durch diese Unterschiede bin ich heute viel toleranter und kann Menschen mit einem anderen Hintergrund viel mehr Verständnis entgegenbringen.

Im Schüleraustausch viel fürs Leben gelernt

Die Offenheit gegenüber anderen Kulturen ist auch für Pia Jahre nach ihrem Austausch immer noch ein wichtiger Punkt: „Für mich ist eine der wertvollsten Langzeitfolgen des Schüleraustausches, immer im Hinterkopf zu haben, dass andere Personen einen ganz anderen (kulturellen) Hintergrund und ganz andere Beweggründe für ihre Meinungen haben als ich und dass es daher völlig normal ist, in vielen Dingen nicht übereinzustimmen. Dass man über diese Unterschiede hinwegschauen und in den meisten Fällen wunderbar miteinander auskommen und sich sogar gut verstehen kann, lernt man, wenn man so tief in eine andere Kultur eintaucht, wie bei einem Schüleraustausch. Besonders wenn ich aktuell die Nachrichten gucke, finde ich diese Erkenntnis enorm wichtig.“

Dies sind nur einige Beispiele, aber sie zeigen: Ein Schüleraustausch endet nicht mit dem Rückflug ins Heimatland. Die Erfahrungen bleiben und prägen das Leben auch noch lange Zeit über die Rückkehr hinaus. Viele ehemalige Austauschschüler zieht es auch später im Leben erneut ins Ausland. Das Leben im Ausland verändert dich und du kommst als anderer Mensch zurück. Also los: Informier dich noch heute und starte dein eigenes Schüleraustausch-Abenteuer!

Mehr Informationen zum Schüleraustausch findest du auf der Website von Partnership International

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