Schüleraustausch in den USA
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Neue Weltweiser Studie erschienen - Aktuelle Trends im Schüleraustausch

Weltweiser, Bildungsberatungsdienst & Verlag, vielen bekannt durch die JuBi-Messen, erhebt regelmäßig Daten zum Schüleraustausch. Nun ist ein neuer Bericht erschienen, der die Entwicklung der Teilnehmendenzahlen im Schüleraustausch, sowie die Beliebtheit der einzelnen Gastländer beschreibt. Die Weltweiser-Studie hat für die Schuljahre 2018/19, 2019/20 sowie 2020/21 die Zahlen von 64 Austauschorganisationen ausgewertet. Spannend ist hier vor allem, wie die Corona-Pandemie sich auf den Austausch ausgewirkt hat.

Eine gute Nachricht vorab: Für das Schuljahr 2018/19 ist eine Trendumkehr festzustellen. Nachdem die Zahlen für den Schüleraustausch seit 2010/11 abgenommen haben, konnte erstmalig wieder ein Anstieg beobachtet werden. Bundesweit nahmen über 12.000 Schülerinnen und Schüler (das entspricht insgesamt 2,1 Prozent der Jugendlichen) an einem Schüleraustausch teil. Mit 4.658 Programmteilnehmenden waren in diesem Schuljahr wieder die USA das beliebteste Gastland für einen Schüleraustausch gefolgt von Kanada, Neuseeland und Großbritannien. Die beliebtesten Länder in Europa sind Großbritannien, Irland, Frankreich und Spanien.

Im Jahr 2019/20 reisten ähnlich viele Schülerinnen und Schüler wie im Vorjahr aus. Ein Großteil musste den Schüleraustausch dann aber im Frühjahr 2020 aufgrund der Pandemie abbrechen. Genaue Zahlen sind hier allerdings nicht bekannt, da viele Organisationen ihre Zahlen nicht zurückgemeldet hatten.

Im Pandemiejahr 2020/21 nahmen insgesamt 5.100 Schülerinnen und Schüler an einem Schüleraustausch teil. Das ist im Vergleich zu den Vorjahren ein Rückgang um rund zwei Drittel. Dass aber trotz der schwierigen Umstände mit Homeschooling im Gastland und Einreisebeschränkungen so viele Schülerinnen in den Austausch gezogen sind, zeigt auch wie attraktiv und wichtig ein Schüleraustausch ist.

Die Weltweiser-Studie untersucht auch, aus welchen Bundesländern die Austauschschülerinnen und Austauschschüler kommen. Rein zahlenmäßig liegt hier Nordrhein-Westfalen vorn gefolgt von Niedersachsen, Bayern und Baden-Württemberg. Schaut man sich aber den prozentualen Anteil bezogen auf die Gesamtschülerschaft an, haben Bundesländer wie Hamburg, Berlin und Schleswig Holstein die Nase vorn.

Weitere Spannende Zahlen aus der Studie

  • 83% der Austauschülerinnen und Schüler besuchen ein Gymnasium
  • 4,3 % sind 14 Jahre oder jünger oder älter als 18 Jahre alt
  • 64 % der Teilnehmenden sind weiblich
  • 16,2% wechseln im Schüleraustausch die Gastfamilie
  • 85% der Austauschschülerinnen und Schüler besuchen im Gastland eine öffentliche Schulen

Aus diesen Zahlen wird auch deutlich, dass Schülerinnen und Schüler aus Haupt und Realschulen weiter deutlich unterrepräsentiert sind. Der AJA setzt sich hier auch weiterhin dafür ein, dass genau diese Schüler*innen und Schüler im Sinne der Bildungsgerechtigkeit stärker gefördert werden.

Die gesamte Studie kann hier heruntergeladen werden.

Der AJA hat im Jahr 2021 ebenfalls einen Datenreport für den individuellen, langfristigen gemeinnützigen Jugendaustausch vorgelegt. Der Datenreport kann hier eingesehen werden.

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