Schüleraustausch Wunschland
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Schüleraustausch: Was, wenn es nicht das Wunschland wird?

Für ein oder ein halbes Jahr in einem anderen Land in einer Gastfamilie leben und die Lebenswelt der dortigen Jugendlichen kennenlernen - das ist der Traum von vielen Jugendlichen in Deutschland. Dir stehen dafür bis zu 40 verschiedene Länder auf der ganzen Welt zur Auswahl. Wahrscheinlich hast du aber bereits ein Wunschland, in dem du deinen Schüleraustausch verbringen möchtest. Aus verschiedenen Gründen kommt es manchmal dazu, dass Austauschorganisationen dir keinen Platz für dein Traumland anbieten können. In diesem Blogbeitrag möchten wir dir die Gründe aufzeigen, warum es manchmal nicht das Wunschland wird und Mut machen, dennoch den Schritt ins Ausland zu wagen und diese unersetzbare Erfahrung zu erleben.

Warum ist es nicht dein Wunschland für den Schüleraustausch geworden?

Das kann verschiedene Gründe haben. Ein paar möchten wir dir hier erläutern:

  • Es gibt nur eine begrenzte Anzahl an Plätze für ein Land: Das kommt daher, weil es im Gastland auch nur eine begrenzte Anzahl an Gastfamilien gibt. Bei sehr beliebten Gastländern wie den USA ist es daher nicht immer möglich allen Interessierten auch einen Schüleraustausch in den USA zu versprechen. Es empfiehlt sich deshalb schon frühzeitig mit der Organisation und dem Bewerbungs-/Anmeldeprozess zu beginnen.
  • Du meldest dich kurzfristig für einen Schüleraustausch an: Hier kann es auch der Fall sein, dass für sehr beliebte Austauschländer wie USA, Kanada, Großbritannien oder Irland bereits alle Plätze vergeben sind. Es lohnt sich aber dennoch direkt bei der Austauschorganisation anzurufen und nach Restplätzen zu fragen.
  • Es wird keine Gastfamilie gefunden: Es kommt ab und zu vor, dass sich, obwohl du einen Platz für dein Wunschland bekommen hast, nicht genügend Gastfamilien melden. Deine Austauschorganisation bietet dir in diesem Fall an, das Land zu wechseln.

Unsere Tipps, wie du dich mit einem anderen Land anfreunden kannst

Letztendlich ist es nämlich egal, wo du deinen Schüleraustausch verbringst. Das Besondere und Wertvolle, was ein Auslandsjahr ausmacht, ist nicht abhängig von einem bestimmten Land: nämlich neue, internationale Freundschaften zu knüpfen, in einer bislang fremden Umgebung ein Zuhause zu finden, zu merken, dass du auch ohne vorherige Sprachkenntnisse schnell eine neue Sprache lernen oder verbessern kannst und dich im Ausland, in einer neuen Familie, neuen Schule und Stadt zurechtzufinden. Egal in welchem Land du zum Schüleraustausch bist, es wird immer bereichernd für deine Persönlichkeitsentwicklung sein, dein Selbstwertgefühl steigern und eine unvergessliche und prägende Erfahrung sein.

Hier 5 Tipps und Gedanken, falls es nicht dein Wunschland geworden ist:

  • Informiere dich über dein Austauschland: Auf unseren Länderseiten findest du spannende Informationen zum Beispiel Bucket-Listen zu den verschiedenen Austauschländern. Recherchiere typische und beliebte Gerichte, beginne schon mal erste Wörter und Floskeln zu lernen und informiere dich über interessante Hobbys, die du ausprobieren kannst, Veranstaltungen oder Orte, die du kennen lernen möchtest.
  • Tausche dich mit ehemaligen Austauschschüler*innen aus, die können am besten für „ihr“ Land begeistern.
  • Lies Erfahrungsberichte: Du findest hier spannende Erfahrungsberichte zu verschiedenen Ländern, aber auch auf den Homepages der Organisationen selbst sind zahlreiche Beiträge, die Lust auf Schüleraustausch machen.
  • Wenn du lieber in einem weit entfernten Land deinen Austausch verbringen wolltest und es nun ein näheres europäisches Ziel geworden ist, dann erinnere dich daran, dass es im Nachhinein leichter sein wird, deine Gastfamilie und Freunde nach dem Austausch zu besuchen.
  • Es ist kein englischsprachiges Land geworden? Dein Englisch wirst du auf jeden Fall verbessern, da du in jedem Land Kontakt mit anderen Austauschschüler*innen haben wirst und hier die Kommunikation meist und vor allem in der ersten Zeit auf Englisch erfolgt.

Das sagen ehemalige Austauschschüler*innen

Anna hatte eigentlich einen Platz für einen Schüleraustausch 2011/12 in Japan, auf Grund der Katastrophe in Fukushima musste sie kurzfristig ihr Land wechseln:

„Meine Austauschorganisation hat mir dann alle Länder genannt, in denen noch Plätze frei waren und ich musste mich kurzfristig und schnell für eine Alternative entscheiden. Das fiel mir natürlich zunächst schwer. Ich habe mich dann für Brasilien entschieden. Ein Land ganz auf der anderen Seite und auch kulturell sehr verschieden, aber bin sehr zufrieden. Ich denke es ist überall schön und auch, wenn es nicht mein Wunschland war, war es die beste Entscheidung nicht auf das Jahr zu verzichten, sondern die Erfahrung des „ins kalte Wasser geschmissen zu werden“ in einem anderen Land zu machen.“

Austauschjahr.de wünscht euch eine tolle Zeit im Ausland, ganz egal wo es letztendlich hin geht.

Du interessierst dich für den Schüleraustausch? 

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