Schüleraustausch in Frankreich: Eiffelturm in Paris
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Fettnäpfchenguide: 10 Dinge die du im Schüleraustausch in Frankreich lieber (nicht) tun solltest

Baguette und Croissant, verschiedene Käsesorten, der Eiffelturm und Wangenküsse zur Begrüßung: Ein paar Dinge kennst du bestimmt bereits aus Frankreich. Vielleicht sprichst du auch schon ein bisschen Französisch, weil du es in der Schule lernst. Aber Frankreich ist viel mehr als Baguette, Käse und der Eiffelturm. Lerne das Land und seine Leute in einem Schüleraustausch in Frankreich kennen. Doch auch in Frankreich gibt es ein paar Dinge zu beachten. Um nicht ins nächste Fettnäpfchen zu treten, findest du hier 10 Dinge, auf die du in Frankreich achten solltest:

  1.  Das ok-Zeichen: Wer Zeigefinger und Daumen zueinander führt, signalisiert hier in Deutschland, dass etwas besonders gut bzw. alles ok sei. In Frankreich jedoch solltest du das tunlichst vermeiden. Franzosen zeigen so ihrem Gegenüber, dass er eine „Null“ bzw. nichts wert sei. Denk daran, bevor eine unangenehme Situation entsteht und du jemanden ungewollt beleidigst.
  2. Wasser gibt es gratis: Im Restaurant, der Bar oder im Café solltest du kein Wasser bestellen (es sei denn, du möchtest Wasser mit Kohlensäure). Generell wird in Frankreich mehr stilles Wasser getrunken und das gibt es meist gratis dazu. Ausschließlich eine Flasche stilles Wasser – ein gratis-Getränk –  zu bestellen, wird ungefähr so ungern gesehen, wie in Deutschland sein mitgebrachtes Getränk im Restaurant zu trinken.
  3. Nicht einfach hinsetzten: Und noch bevor du überhaupt ein stilles oder sprudeliges Wasser bestellen kannst, gilt es darauf zu achten, sich nicht einfach einen Platz im Restaurant oder im Café zu suchen. In Deutschland gilt das in vornehmen Lokalen, in Frankreich ist es in allen Lokalen Gang und Gäbe, dass der Kellner dir einen Tisch zuweist. Außerdem wird großer Wert auf gute Tischmanieren gelegt.
  4. Begrüßung: Es ist bekannt, dass sich in Frankreich mit Küsschen begrüßt wird. Das gilt jedoch nicht für jeden. Es gilt die Regel: Geküsst wird erst, wenn man sich kennt. Fremde begrüßt du auch in Frankreich am besten mit Handschlag. Die Küsse werden später allerdings nicht wirklich auf die Wange gegeben, sondern lediglich in die Luft gehaucht. Eine gute Lösung, wenn du dir unsicher bist, ist auch zu warten wie dein Gegenüber auf dich zugeht und dementsprechend zu reagieren.
  5. Busfahren: Wenn du an einer Haltestelle zusteigen möchtest, so musst du das mit einem Handzeichen dem Busfahrer mitteilen, sonst fährt er an dir vorbei. Wie das genau funktioniert zeigt dir deine Gastfamilie bestimmt in den ersten Tagen deines Schüleraustauschs. Den Fahrschein kannst du meist direkt beim Busfahrer erwerben oder vorher bereits an Automaten ziehen.
  6. Pünktlichkeit: Hier sind Franzosen durchaus flexibler als Deutsche. Bei privaten Treffen sind Verspätungen von 10 bis 20 Minuten ganz normal. Wenn du nicht draußen auf deine Freunde warten möchtest, dann verabrede dich, wenn möglich so, dass ihr euch bei dir zuhause bzw. deiner Gastfamilie trefft. So kannst du die Wartezeit gut überbrücken. Zu wichtigen Terminen und besonders auch in die Schule solltest du natürlich pünktlich erscheinen.
  7. Straßenverkehr: Gehe nicht davon aus, dass Franzosen den Zebrastreifen so ernst nehmen, wie du es aus Deutschland gewohnt bist. Hier ist immer Vorsicht geboten. Als Fußgänger solltest du besonders gut aufpassen und nicht auf deine „Vorfahrt“ bestehen. Du wirst dich mit der Zeit an den zunächst unübersichtlichen Verkehr gewöhnen.
  8. In der Metro: Wenn deine Gastfamilie in Paris wohnt, dann wirst du bestimmt das ein oder andere Mal Métro (U-Bahn) fahren. Gewöhnlich bleiben die Franzosen hier stehen und setzen sich nicht hin. Wenn die Metro nicht gerade sehr leer ist, ist es nicht gern gesehen, wenn man sich auf den Klappsitzen „breit macht“. Besonders in der Rushhour solltest du auf jeden Fall stehen bleiben.
  9. Die Französische Sprache: Es ist nicht nur ein Vorurteil, dass die meisten Franzosen ihre Sprache dem Englischen deutlich vorziehen. Viele gehen davon aus, dass auch Ausländer in Frankreich Französisch sprechen. Das klingt auf den ersten Blick hart, aber es wird dir helfen schnell fließend Französisch zu sprechen. Je weniger Englisch oder Deutsch du sprichst, deso schneller kommst du in Frankreich an. Es empfiehlt sich deshalb auf jeden Fall bereits vorher ein paar Worte und Sätze Französisch zu lernen, um den Anfang leichter zu gestalten.
  10.  Wie geht’s?: Ähnlich wie in Amerika wird hier keine wirkliche Antwort erwartet, geschweige denn sich über deine Gefühlswelt gesorgt. Antworte hier am besten stets mit einem kurzen aber höflichen „ça va“ oder „ça va bien“.

Wenn du dich an die Regeln hältst, dann steht einem erfolgreichen Schüleraustausch in Frankreich nichts mehr im Wege.

Auf unserem Vergleichsportal findest du auch nähere Informationen über Frankreich, das Leben in einer französischen Gastfamilie, den Schulalltag und Gründe für ein Auslandsjahr in Frankreich.

Ein Schüleraustausch wirkt auf den ersten Blick sehr teuer. Lasse dich aber nicht von hohen Programmpreis abschrecken, denn es gibt zahlreiche Möglichkeiten finanzielle Unterstützung zu erlangen. Hier findest du hier wichtige Informationen zu Finanzierung und Stipendienprogrammen.

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